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:: Lösungsorientierte Mediation :: 

 

Was ist die Rolle des Mediators?

Der Mediator ist neutral. Er unterstützt alle Konfliktparteien bei der Geltendmachung ihrer jeweiligen Interessen. Er ist verantwortlich für den Verlauf der Kommunikation, die Betroffenen sind verantwortlich für die inhaltliche Lösung. Der Mediator trifft keine Entscheidungen, er urteilt und bewertet nicht. Er sorgt für ein geschütztes und vertrauensvolles Arbeitsklima. Er hilft, Vorbehalte und Ängste abzubauen, fördert die wechselseitige Verständigung und achtet auf realistische Vereinbarungen.

Was sind die Ziele eines Mediationsverfahrens nach diesem Modell?

Die Ziele eines Mediationsverfahrens nach dem lösungsorientiertem Ansatz sind konstruktive, individuelle, zukunftsorientierte, kooperative, tragfähige und nachhaltige, das heißt dauerhafte und befriedende Konfliktlösungen, nach Möglichkeit mit persönlichem und sachlichem Gewinn für alle Beteiligten (die sogenannte Win-win-Lösung). Das Mediationsverfahren ist dabei zukunftsorientiert – es wird nicht nach einer Schuld gefragt. Die Historie eines Konfliktes, die persönlichen Anteile bei seiner Entstehung sowie seiner Eskalation – das alles gehört der Vergangenheit an. Im Gegensatz zum Gerichtsverfahren, in dem ausschließlich aufgrund der Rechtslage und der Beweislast, also mit Blick auf die Vergangenheit, entschieden wird, ist diese Vorgehensweise lösungsorientiert. 

Wie verläuft ein Mediationsverfahren nach dem lösungsorientierten Ansatz?

Für gewöhnlich führt der Mediator die Parteien von der gegenseitigen Darstellung des Sachverhaltes und den bezogenen Positionen im Konflikt, über die zugrundeliegenden Interessen hin zu einer Vereinbarung durch die Lösung einzelner Themen. Dabei orientiert er sich an einem Phasenmodell:

1. Phase - Auftragsklärung: Nach der Anfrage für eine Mediation nimmt der Mediator Kontakt mit den weiteren am Konflikt Beteiligten auf. Zunächst werden alle Parteien über das Mediationsverfahren und die Rolle und Haltung des Mediators informiert. Dann wird die Frage geklärt, ob alle zur Mediation bereit sind. Für die Konfliktvermittlung wird eine Mediationsvereinbarung abgeschlossen und das weitere Vorgehen miteinander abgestimmt. 

2. Phase - Anfertigen einer Themenliste: Zu Beginn der zweiten Phase stellen die Parteien ihre Streitpunkte und Anliegen im Zusammenhang dar, so daß die Themen und Konfliktfelder gesammelt und für die weitere Bearbeitung strukturiert werden können. 

3. Phase - Positionen und Interessen / Sichtweisen- und Hintergrunderkundung: In der Exploration genannten dritten, zeitlich umfangreichsten Phase erhalten die Konfliktparteien die Möglichkeit, ihre Sicht des Konflikts zu jedem Themenpunkt umfassend darzustellen. Informationen und Wahrnehmungen werden ausgetauscht, bevor auf die unterschiedlichen und gemeinsamen Wünsche, Bedürfnisse und Interessen der Parteien vertiefend eingegangen und damit der Konflikt umfassend erhellt werden kann. Dabei kommen neben den Positionen der Konfliktparteien deren Hintergründe, Ziele, Interessen und Emotionen zum Vorschein. 

4. Phase - Sammeln und Bewerten von Optionen / Alternativen: Es beginnt eine kreative Phase der Ideenfindung, um möglichst viele neue Lösungsoptionen zu entwickeln. Anschließend erfolgt die Auswahl aus den Lösungsoptionen durch Entscheidung im Konsens sowie die Vorbereitung einer verbindlichen Abschlußvereinbarung, in der Ergebnisse zum gemeinsam Nutzen konkretisiert und formuliert werden. 

5. Phase - Vereinbarung und Abschluß: Hierbei können die Konfliktparteien in einer Abschlußvereinbarung die gefundene Lösung im Detail regeln. 

Nebenwirkungen:
Im Laufe einer Mediation verändern sich die Konfliktparteien eventuell zu Personen, die wieder kooperativer miteinander umgehen können.

 

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Institut für Transformative Mediation und Konfliktintervention | ch[at]transformative-mediation.de